Hans-Dietrich
Genscher
Meilensteine

 

Ausgewählte Meilensteine seines Wirkens
1980 erreichte er in Moskau, dass die Sowjetunion bereit war, mit den USA über Mittelstreckenwaffen zu verhandeln.

Nach dem Koalitionswechsel 1982 zur CDU sicherte Genscher die „Kontinuität deutscher Außenpolitik“ und förderte den Ost-West-Ausgleich.

1989 erwirkte er in New York die Ausreiseerlaubnis für DDR-Bürger, die in die deutsche Botschaft in Prag geflüchtet waren.

Bei den Außenministertreffen der „2+4-Gespräche“ (1990) über die außenpolitischen Aspekte der Deutschen Einheit übernahm Genscher eine zentrale Rolle.

Hans-Dietrich Genscher, Bundesminister des Auswärtigen (4. von rechts), bei einem Gespräch im Flugzeug auf dem Rückflug von Moskau 1988.

„Begegnen
sich zwei Flugzeuge
über dem Atlantik –
in beiden sitzt
Genscher.“

Genscher als Soldat während des Zweiten Weltkriegs.
Hans-Dietrich Genscher als Kind mit Hund

„Die Schrecken
des Krieges haben
viele Menschen für ihr
weites Leben geprägt.
Auch den jungen
Genscher .“

Kindheit &

Jugend

 

Am 21. März 1927 wird Hans-Dietrich Genscher geboren. Die Familie zieht 1933 nach Halle um, wo Hans-Dietrich zur Schule geht. Mit nur neun Jahren verliert er seinen Vater, eine schwere Zeit für ihn. 1943 wird der 16-jährige Genscher eingezogen und gerät in Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Krieg macht er 1946 sein Abitur. Kurz darauf erkrankt er schwer an Tuberkulose. Trotz der gesundheitlichen Rückschläge beginnt er ein Jurastudium in Halle und Leipzig.

1952 entschließt er sich, in den Westen zu fliehen. Er schließt sein Studium in Hamburg ab und beginnt seine Karriere als Rechtsanwalt.

„Ich bin ein
Mann der
Mitte.“

Wahlkampfreise des FDP-Vorsitzenden und Bundesministers Genscher zur Bundestagswahl am 3.10.1976. Bundesarchiv. B 145 Bild-F049316-0014 / Fotograf/In: Wegner

1976

Berufen zur
Politik

 

Genscher wechselt in die Politik und arbeitet bei der FDP-Bundestagsfraktion in Bonn. Von 1965 an gehört Genscher 33 Jahre dem Deutschen Bundestag an. Seine Fähigkeiten als Stratege und Parteitaktiker machten ihn schnell zu einer wichtigen Figur der FDP.

Sein größtes politisches Risiko war 1982 die sogenannte „Bonner Wende“. Die FDP beendete ihre Koalition mit der SPD und führte die FDP in eine neue Koalition mit der CDU/CSU.

Auch nach seinem Rücktritt als Parteivorsitzender 1985 blieb Genscher eine wichtige Figur der FDP und konzentrierte sich voll auf sein Amt als Außenminister. 1992 ehrte die FDP ihn mit dem Ehrenvorsitz.

Gruppenfoto bei der Demontage des Checkpoints Charly. © Bundesregierung, Foto: Christian Stutterhaim, Bildnummer: B 145 Bild-00016184

Minister-

Jahre

 

„Wir sind
zu Ihnen ge-
kommen, um
Ihnen mitzu-
teilen, … .“

1989

1969 war Hans-Dietrich Genscher maßgeblich an der Bildung der sozialliberalen Koalition beteiligt und wurde Bundesinnenminister.

Seine wohl größte Herausforderung erlebte Genscher 1972, als palästinensische Terroristen während der Olympischen Spiele in München israelische Sportler als Geiseln nahmen. Er initiierte in der Folge die Gründung der Anti-Terror-Einheit GSG 9. 

1974 wurde Genscher Außenminister. Sein Ziel war es, den „Kalten Krieg“ zu überwinden und die Trennung zwischen Ost- und Westdeutschland zu beenden. Seine diplomatischen Fähigkeiten und seine Visionen führten ihn dabei zu vielen Erfolgen.

Im Laufe der Zeit wurde „Genscherismus“ zu einem Synonym für eine erfolgreiche, vermittelnde Außenpolitik, die auf Entspannung und Dialog setzte. Genscher verfolgte stets das Ziel der deutschen Einheit. 1992 trat Genscher schließlich von seinem Amt zurück.

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